Finde deinen Beruf im Nahverkehr.
Sei Teil der Verkehrswende.

Der Ausbau der Schiene, ein dichterer Takt, mehr Fahrzeuge bei Bus und Bahn: Das ist die Grundlage für eine echte Verkehrswende. Steig ein und finde deinen zukunftssicheren Job in der ÖPNV-Branche.

Nachhaltige Mobilität von morgen

Innovationsprojekte im ÖPNV

 

Ziel des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ist es natürlich, immer besser zu werden. Besser kann bedeuten: Kundenfreundlicher, effizienter, schneller und noch vieles mehr. Es kann zum Beispiel auch bedeuten: umweltfreundlicher. Deutschland befindet sich mitten in der Energiewende und der Ausbau des ÖPNV ist ein wichtiger Baustein. Zur Verbesserung sind viele kleine Schritte nötig, aber manchmal auch ein großer. Wir stellen die Planung und den Fortschritt solcher großen Schritte in den Verbundgebieten vor. 

 

Ergänzen die Elektrifizierung: Akkutriebzüge bei NAH.SH

In der besten aller möglichen Welten würden alle Züge elektrisch angetrieben werden. Mit grünem Strom betrieben würde das bedeuten: Alle Züge fahren emissionsfrei. Das ist eine Vision, der sich Schleswig-Holstein jetzt annähern will. Die Hauptstrategie in ganz Deutschland heißt: Elektrifizierung von Bahnstrecken. Das heißt, die Strecken sind mit Stromleitungen versehen, von denen die Züge sich direkt während der Fahrt versorgen lassen. Aber es sind noch bei weitem nicht alle Trassen elektrifiziert, denn der Umbau ist teuer und bei wenig befahrenen Strecken nicht immer ausreichend wirtschaftlich. Das bedeutet, dass immer noch etliche Strecken mit nicht emissionsfreien Dieselfahrzeugen befahren werden müssen. Ziel ist es also, diese Technologie zu ersetzen.

Und diese Ersetzung wird jetzt – um im Bild zu bleiben – aufs Gleis gesetzt. Schleswig-Holstein hat bei dem Hersteller Stadler über den Fahrzeugbereitsteller Paribus 55 Akkutriebzüge bestellt. Das Besondere: Diese Züge können – ohne Dieselantrieb – akkubetrieben fahren, und zwar bis zu 80 Kilometer, ohne unterwegs aufgeladen zu werden. Danach müssen sie natürlich ans Netz, um ihren Energiehunger zu stillen. Und da gibt es Alternativen. Entweder die Züge werden während der Fahrt über Oberleitungen geladen, zum Beispiel, wenn sie vorübergehend ein elektrifiziertes Teilstück nutzen können. Oder sie füllen ihren Akku an den Endhaltepunkten auf. Einen Bonus in Sachen Energieeffizienz gibt es auch noch: Die beim Bremsen normalerweise verlorengehende Energie kann zurückgewonnen und wieder in den Akku eingespeist werden.

Natürlich muss so ein Übergang in die elektrische Zukunft, sorgfältig geplant werden. Schließlich soll der Verkehr genauso reibungslos fließen wie zukünftig der Strom. Deshalb werden zunächst voraussichtlich im November 2022 fünf Fahrzeuge ausgeliefert und in Betrieb genommen. Die restlichen 50 folgen dann nach und nach von Mitte 2023 bis Mitte 2024. Um diese Übergangsphase logistisch bewältigen zu können, werden vorübergehend ein paar neue Dieselfahrzeuge eingesetzt, die dann aber zugunsten ihrer grünen Geschwister allmählich ersetzt werden.